Mittwoch, 28. Mai 2008
Dienstag, 27. Mai 2008
Rotschläppchen
Es war einmal ..... Wochenende, gute Laune, Neugier, Sonnenschein. Ein fatale Kombination von Zuständen, die mich äusserst anfällig für den Sportschukauf macht:
Vibram fivefingers. Discover the alternative.
Ein Schuh der fünf Finger hat. Für jeden Zeh einen.
Das Anziehen gestaltet sich trotzdem recht einfach, ein paarmal geübt, schon findet jeder Zeh seine passende Hülle.
Heute ist also barfusslaufen angesagt. Ich fahre mit dem Auto auf den Wanderparkplatz und laufe auf dem Wanderpfad in den Wald. Es ist ein angenehmens Laufen. Automatisch trete ich mit dem ganzen Fuss auf, und belaste vorsichtig und gleichmässig. Das läuft richtig gut. Ab und an holt mich ein grösserer Stein oder eine unglücklich mit der Ferse getroffene Wurzel wieder in die Realität zurück, aber je länger ich laufe um so unempfindlicher scheinen meine Füsse gegen diesen Schmerz zu werden.
Ich bin wesentlich mehr mit dem Boden verwachsen, spüre mehr, dass ich ein Teil der Natur bin.
Ich spüre die Steine, den weichen Nadelteppich, die Wiese. Ich kann das Laufen befreit geniessen, ohne Angst zu haben, mich durch Schnitte oder Stiche zu verletzen
oder vielleicht in direktem Kontakt mit einem übersehenen Hundehaufen zu kommen.
Auch auf dem harten Fahrweg im Wald kann ich gut laufen. Platsch, platsch machen die neuen Schuhe.....

Der Grip ist erstaunlich. Auf glatten,trockenen Steinen vor allem. Die Sohle ist zwar dünn, aber wenn man sie zusammenrollt, sieht man die eingeschnittenen Lamellen. Sehr effektiv. Aber sobald der Pfad etwas feucht wird, ist Vorsicht angesagt. Ausserdem spürt man sofort die nasse Kälte, da die Sohle ja überhaupt nicht isoliert.
Da die Schuhe nur aus einer Sohle und etwas Stoff bestehen sind sie natürlich extrem leicht. Waschen kann man sie wohl in der Waschmaschine.
Nach einer halben Stunde bin ich fertig, da ich vorsichtig anfangen möchte.
Ich spüre das Fussgewölbe im rechten Fuss, das Schienbein und das Daumen-Zehengelenk am linken Fuss. Für die Muskeln war es wohl anstrengender als gedacht.
Äusserst angenehm fühlen sich die Fusssohlen nach dem Laufen an. Massiert und gut durchblutet.
Barfusslaufen macht glücklich. Erhitzt nach diesem kurzen Lauf steige ich unter die Dusche. Und auch das Duschbad passt: "Happy Time"
Vibram five-fingers
Freitag, 23. Mai 2008
Donnerstag, 22. Mai 2008
Was ist ein Kullerbein?
Kullerbein ist wohl eine Wortschöpfung aus meiner frühesten Kindheit. Ich rannte ausdauernd am Strand, immer entlang der Wasserkante, hin und her, mit dem gelben Plastikboot im Schlepptau. Dabei beobachtete ich meine Beine, wie sie da über den Sand flogen, zog mit den Zehen Spuren.
Meine Eltern fragten mich dann, was ich wohl da täte und im Brustton der Überzeugung sagt ich dann: "Aber ich bin doch die Heike Kullerbein".
Bei der Auswahl eines Blognamens ist mir das durch den Kopf gegangen, als Arbeitstitel zunächst, bis ich dann feststellte, das dieser Name für immer im Googleblogger eingemauert ist.
Na denn.....
Freitag, 16. Mai 2008
Regen
Pünktlich fängt es an zu regnen. Pünktlich heisst: ich habe mich grade angezogen und in dem Moment, als ich den zweiten Schnürsenkel festziehe, prasselt der Regen auf die Dachfenster. Unglaublich.
Ich entscheide mich, in mein Wochenend-Domizil zu fahren.
Hier ist noch Sonne, auch wenn schwarze Wolken aufziehen. Ich laufe los, läufermässig angezogen bin ich ja noch.
Misstrauisch beäuge ich die schwarze Wand links von mir. Aber es ist komplett windstill und sie bewegt sich nicht. Oder nur ein bischen.
Ich laufe vor mich hin und gucke ins Grüne oder in die Sonne. Oder auf die Schäfchen. Oder die Kälbchen. Rieche den Pferdemist. Spiele mit dem jungen Hund. Und freu mich am Knirschen des Waldweges unter meinen Schuhen.
Langsam verschwindet die Sonne. Wind kommt auf. Ich tauche in den frischbelaubten und damit komplett finsteren Wald ein. Es regnet bereits, doch das Blätterdach lässt noch nichts durch. Ich kann noch eine Weile die Illusion aufrechterhalten, trocken nach Hause zu kommen.
Der einsetzende Regen zwingt mich zu einem Schlussspurt....mässig nass beende ich diesen Lauf.
Donnerstag, 15. Mai 2008
Mairegen
Heute laufe ich 8 km....zum Wieder-Eingewöhnen. Der Himmel droht mit Gewitter und Regen, doch ich will mich davon nicht abhalten lassen. Es ist mild und windig.
Wer hätte das gedacht. Meine Sehnen und Muskeln müssen sich kurz wieder einrenken, dann fällt das Laufen so leicht, als hätte ich nicht zwei Wochen pausiert. Nur mein linkes Knie will sich nicht fügen und schmerzt.
Wie sich alles verändert hat. Knallgrüne Wiesen gesprenkelt mit gelben Blumen. Saftiggrüne Bäume und Büsche. Neue Verbotsschilder.





