Der Tag fing schon doof an. Aus meinem Bett sah ich aus dem Dachfenster, bzw in die dicke Schneeschicht, die darauf lag. Mist.
Dicke nasse Flocken künden von vergleichsweise milden Temperaturen. Ich schiebe das Laufen immer weiter vor mir her. Ein langer Lauf sollte es werden; doch bei dem dicken, weichpappigen Schnee fehlen mir Motivation und der Kick.
Ich verschiebe den langen Lauf auf Morgen und entscheide mich für einen lockeren Lauf von 7-8 km.
Eine Illusion. Die Beine sind schon nach 600 Metern schwer, es nieselt. Alles ist trist und neben schwarz und allen Sorten von grau ist keine Farbe zu entdecken.
Beim ersten kleinen Anstieg spüre ich mein Knie. Der Schnee auf den Feldwegen ist pappig, glitschig. An einen flüssigen Laufstil, geschweige denn einen ordentlichen Abdruck ist nicht zu denken.
Dazu haben die Trecker die Spuren ganz schiefgefahren. Wie rücksichtslos!
Komischerweise fängt das Ganze nach ca 2 km doch an, mir Spass zu machen. Wo kommt das nur her?????? Ich laufe entspannt und die Knieschmerzen haben auch aufgehört. Der milde Wind treibt mir den Niesel übers Gesicht. Ich freue mich an der Bewegung, am Balancieren in den Autospuren und am Auf und Ab des Weges in der Landschaft.
Ein perfektes Schwarzweiss-Foto schiebt sich mir in den Blick. Ein einsamer Baum vor den Grauschattierungen der Alb. Ich habe die Kamera nicht dabei.
Sonntag, 22. Februar 2009
Schneematschschön
Sonntag, 15. Februar 2009
Sonntagslauf
Jetzt liegt wieder Schnee. Aber ich verlasse mich auf die fleissigen Mitarbeiter der Stadt, die den Neckar-Radweg schneefrei halten.
Und wirklich. Das graue Asphaltband schlängelt sich duch die weisse Schneelandschaft.
Das Band der Kommunikation. Denn überall stehen kleine paudernde Grüppchen herum. Die lokalen Spaziergänger halten bei jeder Begegnung zum kleinen Plausch. Wirklich Lustig!! Ich zähle an die 7 Grüppchen. Und wer niemanden trifft, der plaudert in sein Mobiltelefon.
Ab Bahnhof Talhausen musste ich letztes Mal aufgeben, da die Wege vereist waren, nun liegt dort eine festgefahren Schneedecke, auf der es sich schön läuft. Als mir auf dem Schnee im Schatten langsam kalt wird, drehe ich.
Mit "Bach für Drei" im Ohr hüpfe ich vergnügt durch den Schnee und träume vom Laufen in der Sahara.