Sonntag, 25. Januar 2009

Wochenendlauf

Sonnenschein am Neckar



Heute laufe ich entlang des Neckars bis Talheim hinauf. Zunächst sind noch Menschenmassen unterwegs, aber nur einen km weiter hat sich das Ganze bereits verlaufen. Der gemeine Spaziergänger kehrt hier offensichtlich um.

Ungestört schlappe ich den Radweg entlang.



Ein lustige Waldarbeiter hat sich hier einen Scherz gemacht:


Ich muss auch Grinsen und dieses Grinsen bleibt mir noch eine Weile im Gesicht.



Nun entdecke ich doch noch einen einzelnen Spaziergänger. Was macht der hier? Ich kann mir nicht vorstellen, dass spazierengehen hier Spass macht. Naja, Laufen finden manche Menschen auch doof. Ich überhole ihn und er dreht sich halb zu mir um und grüsst sehr fröhlich.
Wie unterschiedlich doch die Leute hier sind. Ich freue mich noch eine ganze Weile über diesen fröhlichen Gruss.

In Talheim angekommen, kann ich mich nun noch entscheiden, ob ich den Neckar-Radweg wähle, der aber wegen seiner Schattenlage noch sehr vereist ist, oder ob ich den sonnigen Wanderweg nehme, der hat allerdings denNachteil, das er heftig ansteigt.
Ich entscheide mich für den Anstieg, immerhin ca 80 hm, den Vorteil eines anschliessenden Abstiegs im Visier.

Wieder begegnen mir zwei Spaziergänger. Bergauf, jeder eine Zigarette in der Hand. Misstrauisch beäugen wir uns gegenseitig.

Kein Gruss. Ist das die self-fullfilling prophecy?

Nächstmal Grüsse ich! Versprochen.

Sonntag, 18. Januar 2009

Natur Pur





Es stürmt. Aber ich muss trotzdem los.
Goretex, Stirnband, Kamera.

Es macht mir Spass, laufenderweise die Umgebung zu erkunden. Kilometer und Zeit fliegen nur so davon.

Heute habe ich mir vorgenommen, ein Stück in die Schlichenklamm hinein zu laufen. Ich laufe in Oberndorf los, weiter bis Epfendorf, wo die Schlichem in den Neckar mündet.

Ein kalter Schneeregen fällt.

Unzählige Parkplätze befinden sich unten am Ausgang der Schlucht. Was hier wohl an einem sommerlichen Sonntag los ist? Heute jedenfalls sind nur zwei, drei kleine regenfeste Grüppchen unterwegs.

2,7 Km sind flach und asphaltiert. Dann beginnt die Klamm. Der schmale Pfad ist teilweise vereist, an Laufen ist nicht zu denken. Die zugefrorene Schlichem bietet ein tolles Bild. Es ist wunderbar still hier.

Mir wird langsam kalt, ich drehe um. Den Rest der Schlucht werde ich zu einem späteren Zeitpunkt erkunden.

Freitag, 16. Januar 2009

Flachläufer

Ich habe Knieschmerzen. Das anstrengende Laufen im Schnee war des Guten ein wenig zu viel, daher fahre ich heute mit dem Auto zum Neckar hinunter.

Ich laufe 12 km hin und zurück entlang des verschneiten Neckars. Sehr romantisch liegt er im Licht der Nachmittagssonne.

Zu meiner Überraschung und Freude ist der Neckar-Radweg von Altoberndorf bis Epfendorf perfekt geräumt.

Sonntag, 11. Januar 2009

Schnee-Training



Wunderbarer knirschender Schnee, jede Menge Hügel, kaum ein flacher Meter hier in der Gegend. Ich erkunde die neue Umgebung. Ich stecke in einigen Waldwegen fest und muss wegen eines freilaufenden riesigen Hofhundes umdrehen. (Muss ich vielleicht nicht aber sicher ist sicher).

Wanderwege, Feldwege, Waldwege. Die Wege und Spuren hart gefroren oder mit weichen Schnee belegt. Perfektes Training für die Muskulatur .

Nur km bekomme ich hier nicht zusammen.

Dienstag, 6. Januar 2009

Schnee


Noch 82 Tag bis zum Marathon. Heute fängt das ernsthafte Training an.

Wenn ich so rausschaue, sind es nicht gerade optimale Voraussetzungen, aber ich kann ja nicht jetzt schon kneifen! Also zieh ich mir 4 Schichten "Warm und Winddicht" an, Stirnband und Mütze, dann geht es los.

Minus 5 Grad und Wind kneifen in die Wangen, der tiefe Schnee fordert viel Kraft. Dort, wo geräumt ist, droht Glätte. Ich achte heute schön auf meine Füsse. Besonders schnell bin ich nicht, aber ich war wenigstens 1 1/4 Stunde unterwegs!

Donnerstag, 1. Januar 2009

1.118,25 km in 2008

Das Jahr 2008 habe ich mit einem kleinen Lauf auf festgefrorenem Schneeregen beendet. Unbeeindruckt von den Blitzeiswarnungen im Radio lief ich los; es musste einfach einen würdigen Abschluss des Laufjahres geben. Knirschend lief ich im Dunkeln kreuz und quer durch den Ort und liess das Jahr in Gedanken noch einmal passieren.

Zugleich war dies auch der erste Lauf in dem neuen Heimatort, in wir soeben gezogen sind. Die wenigen Leute, denen ich begegnet bin, haben ausnahmlos herzlich gegrüsst. Das ist doch mal ein guter Anfang. Ich befürchtete schon, ob des Schwachsinns schräg angeschaut zu werden...

Heute am 1.1.2009 muss dann auch würdiger Beginn des Jahres erlaufen werden. Ich lasse Arne mit den halbfertig installierten PCs im halbfertig aufgebauten Arbeitszimmer sitzen und laufe eine kleine Runde, raus aus dem Dorf, eine Runde durch den Wald und übers Feld. 8 km in winterlichen grauem tristen Wetter kommen immerhin zusammen, ohne das ich allzusteil bergauflaufen muss.