Sonntag, 18. Juli 2010
Samstag, 17. Juli 2010
Water Day
Water day Teil 1:
Heute habe ich es mal wieder geschafft. Eigentlich wollte ich wegen der Hitze schon so um 8:00 Uhr laufen. Langschläferchen kam aber nicht in die Puschen. Um 9:00 sass ich immer noch im Garten mit Buch und Kaffee.
Ein wenig wurschteln, dann bügeln, Salat giessen...jetzt ist schon 12:00 ...Langsam bewölkt es sich.
Nun aber los! Und in dem Moment, in dem ich aus dem Tor hinauslief, fielen die ersten fetten Regentropfen. Das Unwetter steigerte sich mit jedem gelaufenen Kilometer, gekrönt von zweimal Blitz und Donner.
Wunderbar fällt der schwere Landregen. Die Tropfen in den Bäumen, das Rauschen des Bächleins, das pladdern auf dem Waldweg, die milde Kühle auf der Haut. So perfekt. Ich bin glücklich.
Water Day Teil 2:
Eigentlich bin ich jetzt nach dem Einkaufen ein wenig faul. Auf dem Sofa stöbere ich im Internet. Dort finde ich das Video von Roth und die Story von Kathrin. Wie mitreissend! Mich hält es nicht mehr und ich fahre ins Freibad.
Draussen ist es immer noch bedeckt, der Regen hat die Luft auf 15 ° abgekühlt. Beste Bedingungen, kaum Gäste und die Sonne kommt auch hervor.
Sonnenkringel spielen am Boden. Ich suhle mich im sonnigen Türkis. Die tiefstehende Sonne macht meine Spritzer zu glitzernden Kaskaden. Um mich ist nur das Blubbern meines Atems und Plätschern des Wassers. Völlig ungestört ziehe ich meine Bahnen und habe zum allerersten Mal das Gefühl, dass das Wasser langsam mein Freund wird.
Montag, 12. Juli 2010
Triathlon in Freiburg
Es herrschte drückende Hitze bei meinem zweiten Triathlon.
Mein erster Triathlon fand bei eisiger Kälte statt.
Was kann jetzt noch beim dritten kommen? Sturm? Hagel?
Mein Sonntagsausflug
Das Wetter ist schön und so entschloss ich mich, mal einen geruhsamen Ausflug nach Freiburg zu machen. Ich packte Schwimmsachen und mein Rädchen ein und machte mich auf an den Flückiger See.
Ich war lange nicht hier gewesen und alles kam mir so komisch vor. Ich musste Geld bezahlen und bekam eine papierene Nummer, die ich mir an das Fahrrad machen sollte. Hier im Süden herrschen komische Sitten.
Bei uns darf man immer und überall fahren, aber hier war alles sehr reglementiert. Es gab eine Karte auf der genau eingezeichnet war, wo man Schwimmen, fahren und laufen durfte. Vor 9:30 durfte man überhaupt nicht los und dann musste man sich sehr beeilen, denn spätestens um 13:00 sollte man zurück sein. Alle Strecken waren abgesperrt und Aufpasser in gelben T-Shirts winkten einen in eine bestimmte Richtung.
Naja, nun war ich einmal hier und so machte ich einfach mit. Um 9:30 ging es in den See und alle kraulten los wie bekloppt. Innerhalb weniger Sekunden war ich fast am Ende der Gruppe und das sollte sich auch auf der ganzen Strecke nicht ändern. 1km Kaulen war bei mir nicht drin, so wechselte ich Brust und Kraul.
Hier mussten wir um grüne Bojen herumschwimmen, ein Aufpasser im Boot hat das genau beobachtet. Im Augenwinkel sah ich das Kajak, es scheuchte uns paar Rest-Hanseln Richtung Ausstieg, wo uns kräftige Männerarme aus dem Wasser zogen und Richtung Wechselzone schubsten.
Hinein in die Radschuhe und los. Werde noch von zwei Mädels überholt und dann bin ich allein auf der Strecke. Nur die gelben Männchen feuern mich mitleidig an.
Auf der Hälfte der 2. Runde höre ich plötzlich dunkel-surrende Geräusche. Ein furchtbar schneller Radfahrer, dessen Fahrrad ganz komische Felgen hatte, raste in einem AFFENZAHN an mir vorbei. Schluck. Bin ich hier richtig? Die gelben Mänchen winken immer noch.
Immer mehr Fahrer in kleines Pulks kamen vorbei und mir später wieder entgegen. Dann war ich wieder allein. Ich und die Männchen, die weiterhin tapfer in die Hände klatschten.
Plötzlich schrie ein gelbes Männchen wichtig Insider-Tips: ” nur noch 1 km! Runterschalten , locker kurbeln, dann zum Laufen.”
Ich sprang in die Laufschuhe, schüttet mir Wasser und ein Gel rein und ab....Die Beine waren furchtbar schwer, ich hatte kein Gefühl für die Geschwindigkeit und brachte es auch nicht richtig fertig, meine Uhr zu bedienen. Egal. Hier gab es auch gelbe Männchen, die reichten wunderbare pralle kühle Wasserschwämme und Getränke.
Vier Runden soll man hier laufen und damit man nicht selber zählen musste, bekam man an jeder Runde ein Haargummi. Freiburg ist einen Studentenstadt, da kann man noch nicht bis vier zählen. Leider muss man die Haargummis wieder abgeben, aber sonst hätte sich der Eintritt wenigstens etwas gelohnt.
Ich ging ab und an ein Stück, aber das durfte man wahrscheinlich nicht, denn immer dann schrien sie (die Gelben..ihr wisst schon.) hopp hopp; Du siehst gut aus, gleich vorbei, Du schaffst das.
Noch ein Versuch mit der Uhr und jetzt klappt alles. Puls 180, Tempo 5:25 viel zu zackig. Dacht ich mir’s doch. Wieder reingefallen und zu heftig losgesprintet. Die Runde um den See ist teilweise im Schatten und teilweise in der prallen Sonne. Diese knallt dermassen, dass ich es fast nicht aushalte. Ich muss wieder Gehen. Im Rasen flätzen drei gelbe Bengelmännchen. Auch die treiben mich pflichtbewusst an. Langsam versuche ich, in den Rythmus zu kommen. Erst bei km 7 gelingt mir das. Etwas spät, aber was soll ich machen.
Dann lief ich ins Ziel. Ein gelbes Männchen nahm mir die sauer erbeuteten Haargummis ab. Ich bekam zu trinken und dann den Befehl bis zur Siegerehrung auszuharren.
Dort wurde ich dann aufgerufen und musste auf ein Treppchen mit einer 1 drauf steigen. als Belohnung bekam ich einen Sachpreis, ein Fahrradschloss.
Das war ein schöner Tag in Freiburg.
PS:
Wassser ca 24 Grad
Luft: gefühlte 36 grad
Strecke 1- 40-10
Einzige der AK45 , Zeit 2:54:10