Sonntag, 3. Mai 2009

Halbmarathon in Oberndorf



Geschafft. Der Start war um 11:00, daher wurde es recht warm. 90 hm waren zudem zu bewältigen. Ich bin wie immer zu schnell losgelaufen, das rächte sich bei km 12 mit etwas Kreislaufproblemen. Bei km 17 begann Seitenstechen, erst rechts und dann links.....ich musste immer wieder etwas gehen. Rund 2:15 Stunden habe ich gebraucht.

Geht es ..

..Euch denn auch so?

Ich bin immer aufgeregt vor einem "Wettkampf". Heute ist es der Oberndorfer Halbmarathon. Ich war früh wach, unruhig und bekomme kaum etwas zu Essen herunter. Dabei geht es um nichts. Ich weiss wo ich hin muss; die Veranstaltung liegt 5 km von der Haustür entfernt, selbst beim Vollstau wäre ich zu Fuss pünktlich. Ich strebe keine Bestzeit an, da ich nicht schön trainiert habe; ich will nur ankommen. Die Strecke besteht aus zwei Rundkursen; also bin ich streckenmässig nie weit vom Ziel weg. Es ist leicht sonnig und kühl. Arne kommt mit. Ich bin schon angezogen, die Startnummer ist befestigt. Aus meinem rechten Fuss steht "R" und auf meinem Linken "L" .Falke sei Dank, alles richtigherum.....

Na denn.....

Sonntag, 26. April 2009

Fidel Castro knutscht eine blonde Frau am Neckar

Ach nee...als ich vobeilaufe, sehe ich es. Es war doch nur seine Mütze.

Nackte, wohlgeformte Radlerwaden sausen vorbei. Brennesseln werfen sich in meinen Weg.
Das Abbild knallgelber Löwenzahnblüten fliegt durch meine Pupillen und krallt sich in den Hirnwendungen fest. Gegenwind kämpft gegen die warme Mittagssonne und kühlt die rote Rübe. Pollen besetzen die Schleimhäute. 783 verschiedene Grüntöne erkenne ich in den grade ausschlagenden Bäumen. Die Forelle im Neckar macht einen Mittagsschlaf. Kleine rosa Mädchen strampeln tapfer auf ihren Mini-Fahrrädchen. (Die Fahrräder sind auch rosa.)

Sehr beliebt ist hier die Kombination von Inliner-Mann und radelnder Dame. Bewunderung fliegt mir entgegen, als die Beiden, die mit mir in Altoberndorf gestartet sind, schon rasten müssen und ich locker vorbeiziehe. Ja, ich finde mich heute auch toll.

Mittwoch, 25. März 2009

Na super...

...Marathon fällt aus wegen Magen-Darmgrippe. 4 Tage vorm Wettkampf.

Sonntag, 15. März 2009

Alles normal


Ich bin heute rund 3 1/4 Stunden gelaufen. Das Wetter war trüb, es war nicht kalt und auch nicht warm. Der Schnee auf den Wegen war weg. Kaum Leute unterwegs. Nichts besonderes halt, ein unspektakulärer Sonntagslauf.

Aber die Zeit ging rasend schnell vorbei und ich habe mich nicht gelangweilt. Ein bischen gequält vielleicht, aber nicht gelangweilt. Es war einfach toll, so in der Natur vor sich hin zu laufen. Die Amseln singen. Ein Mann mit Schlafanzughose unter kniehohen Stricksocken walkt mit seinem Freund, der im Rollstuhl sitzt; beide mit Nordic-walking Stöcken. Der Bussard kreist und schreit.
Der Neckar und die Schlichem sind gut mit Wasser gefüllt. Das braune "der Winter ist zuende" Wasser strömt und rauscht. Die ersten Radfahrer kriechen aus ihren Löchern. Die ersten Kätzchen hängen an den Bäumen. (Nein, die Tiere sind hier nicht gemeint!) Heuschnupfen juckt in den Augen. Laut und fröhlich juchzend passieren zwei Kanufahrer ein kleine Stromschnelle im Neckar. Kanufahrer! Mitten im Winter!

Der Fleck ist ein Bussard

Donnerstag, 5. März 2009

Es war einmal...

..ein kleines Wassertröpfchen, das so gerne eine Schneeflocke wäre.

"Komm wir versuchen es", rief es zu seinen Kollegen. Sie machten sich ganz klein um schneller zu werden und damit kälter. "Halt stop!" schrie Tropfus. "Wir werden zu Eis. Dann knallen wir als Hagel runter. Das ist doof". So atmeten sie alle ganz feste ein, um grösser und damit langsamer zu werden....."uff da haben wir ja nochmal Glück gehabt", seufzte Tröpfina.

"Seht nur!" rief Tropfl. "Tropfissimo ist schon eine Schneeflocke". "Ich auch, ich auch" schrie Tropfus. Langsam schaukelten sie über die Alp. "Ist das schön" schwärmte Dröpke.

Ein kalter Windstoss trieb die kleine Gruppe vor sich her in Richtung Neckar. "Mist, ich schmelze wieder!" Tropfissimo sank immer schneller. Auch seine Freunde schmolzen schnell.

ahhhhhh platsch plastsch platsch. "Wir sind auf einer Mütze gelandet" Tropfus schaut sich um. "Das ist ein Jogger." "Wie das wackelt! Ich rutsche!" "Halt dich am Ohr fest!" "hie auf der Schulten können wir uns festhalten" "ich hänge an der Nasenspitze! Ich kann mich nicht mehr festhalteeeeen."

Gemeinsamm schwammen sie in einem kleinen Bächlein in den Neckar. und von dort ins Meer.
Und wenn sie nicht gestorben sind, so spielen sie noch heute mit den Delphinen.


PS: Eine Stunde Joggen bei Schneeregen im Dunkeln.

Sonntag, 22. Februar 2009

Schneematschschön

Der Tag fing schon doof an. Aus meinem Bett sah ich aus dem Dachfenster, bzw in die dicke Schneeschicht, die darauf lag. Mist.

Dicke nasse Flocken künden von vergleichsweise milden Temperaturen. Ich schiebe das Laufen immer weiter vor mir her. Ein langer Lauf sollte es werden; doch bei dem dicken, weichpappigen Schnee fehlen mir Motivation und der Kick.

Ich verschiebe den langen Lauf auf Morgen und entscheide mich für einen lockeren Lauf von 7-8 km.

Eine Illusion. Die Beine sind schon nach 600 Metern schwer, es nieselt. Alles ist trist und neben schwarz und allen Sorten von grau ist keine Farbe zu entdecken.

Beim ersten kleinen Anstieg spüre ich mein Knie. Der Schnee auf den Feldwegen ist pappig, glitschig. An einen flüssigen Laufstil, geschweige denn einen ordentlichen Abdruck ist nicht zu denken.

Dazu haben die Trecker die Spuren ganz schiefgefahren. Wie rücksichtslos!



Komischerweise fängt das Ganze nach ca 2 km doch an, mir Spass zu machen. Wo kommt das nur her?????? Ich laufe entspannt und die Knieschmerzen haben auch aufgehört. Der milde Wind treibt mir den Niesel übers Gesicht. Ich freue mich an der Bewegung, am Balancieren in den Autospuren und am Auf und Ab des Weges in der Landschaft.

Ein perfektes Schwarzweiss-Foto schiebt sich mir in den Blick. Ein einsamer Baum vor den Grauschattierungen der Alb. Ich habe die Kamera nicht dabei.